In Europa wurde in den vergangenen Jahren die Hochschullandschaft grundlegend verändert. Länderbezogene Studienabschlüsse wurden zugunsten von einheitlichen Bachelor- und Masterabschlüssen aufgegeben. Dies führte am Anfang zu einer Reihe von Irritationen und in manchen Ländern sogar zur Diskussion, ob die neuen Abschlüsse nicht besser wieder zu Gunsten der bisherigen Systeme abgeschafft werden sollten. Dennoch konnten sich die Beschlüsse von Bologna behaupten und nach und nach werden sie umgesetzt. Aber auch hier zeigen sich wieder Unterschiede im Umgang mit Zugangsvoraussetzungen, Bezeichnungen etc.
Unterschieden werden folgende Masterstudiengänge:
Konsekutiver Master
Als konsekutiv wird ein Masterstudiengang bezeichnet, der auf einem fachverwandten Bachelorstudiengang aufbaut. Der konsekutive Masterstudiengang führt das Bachelorstudium fachlich fort und erweitert dieses, oftmals auch fachübergreifend (interdisziplinär). Zwischen Bachelor und Master kann eine Berufsphase eingelegt oder auch die Hochschule gewechselt werden.
Folgende Abschlusstypen sind in Deutschland möglich (Klick den jeweiligen Titel an und erfahre mehr):
Als nicht- konsekutiv wird ein Masterstudiengang bezeichnet, der zwar ein Bachelorstudium voraussetzt, aber fachlich nicht an dieses gebunden ist. Die Abschlussbezeichnungen von nicht- konsekutiven Masterstudiengängen können von denen eines konsekutiven Masters abweichen. Das Qualitätsniveau entspricht dem des konsekutiven Masters.
Weiterbildender Master
Weiterbildende Masterstudiengänge setzen berufliche Erfahrungen voraus, die zu den Inhalten des weiterbildenden Masterstudiengangs passen sollten. Die Abschlüsse der weiterbildenden Masterstudiengänge haben das gleiche Qualifikationsniveau, wie konsekutive Masterabschlüsse. Der Klassiker ist der Master of Business Administration (MBA).